Ich gehöre zu den Leuten, die Schuhe wie diese anpassen, um sie für meine Bedürfnisse perfekt zu machen. Bisher musste ich das nicht tun, aber wahrscheinlich kommt das noch, nachdem ich sie jetzt seit drei Wochen nahezu ununterbrochen trage. Zuerst die Pluspunkte. Diese Schuhe sind hochwertig verarbeitet und aus guten Materialien gefertigt und sollten lange halten, selbst wenn sie "durch" sind. Ich finde, sie sehen neu gut aus und werden noch besser aussehen, sobald sie eingelaufen, zerkratzt und abgewetzt sind und nach ein paar Malen Nasswerden wieder getrocknet wurden. Die breite Zehenbox ist mir in den letzten Jahren sehr wichtig geworden (zum Zeitpunkt dieses Textes bin ich 62), und das Zero-Drop-Design plus die Materialien machen daraus einen soliden Schuh für einfache Outdoor-Erlebnisse, gleichzeitig aber auch modisch für drinnen und sogar für einige Arbeitsumgebungen. Es ist kein Wander- oder Bauboot, aber man kommt damit in solchen Umgebungen problemlos eine Weile zurecht.
Die Nachteile sind gering, aber erwähnenswert. Zum Anziehen müssen die Stiefel vollständig aufgeschnürt werden, und selbst dann habe ich manchmal das Gefühl, ich könnte die Fersenschlaufe beschädigen. Sie sind etwas eng hinter und über der Zehenbox, wodurch sie sich bequemer tragen lassen, wenn man sie offen und locker geschnürt trägt. Apropos Schnürsenkel: Sie bestehen im Grunde aus Paracord, was robust ist, aber Knoten scheinen nicht gut zu halten und lösen sich mit der Zeit, außer ich mache einen Doppelknoten. Also noch ein Grund, sie locker zu tragen. Das sieht mit Jeans oder Shorts toll aus, funktioniert im Büro oder bei längeren Strecken zu Fuß aber nicht so gut. Außerdem hätte ich die Laufsohle lieber vernäht (Goodyear?) als geklebt gehabt. Ich vermute…